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PRESSEMITTEILUNG DER GEMEINDE HAGELSTADT

Spatenstich der Hagelstädter Grundschule

Mit einer großen Zahl von 40 geladenen Gästen, zusätzlich allen Schulkindern, fand der Spatenstich zur Erweiterung der Grundschule Hagelstadt statt. Neben der Schulfamilie, Lehrern, Ganztagsbetreuung mit Elternbeiräten war extra die Schulrätin Frau Schichtl gekommen. Ferner waren Gemeinderat und viele Planer sowie die Baufirma Rödl und Herdegen sogar mit Junior-Chef vertreten.

In Hagelstadt wird nach einer Planung der Architektengemeinschaft Hornberger, Illner und Weny (HIW) und Gutthann-Architekten die Grundschule zur offenen Ganztagsschule (oGTS) erweitert und saniert. Zunächst wird ein Neubau für ein einzügiges Lernhaus gebaut, bevor nach dem Umzug aller Klassen der bisherige alte Schulbau für den Ganztagsunterricht mit umgebaut werden kann. Im Außenbereich wird ein neuer Pausenhof entstehen. Insgesamt sind für das Projekt knapp 7 Mio. Euro angesetzt. Der Freistaat Bayern unterstützt mit Fördermitteln in Höhe von etwa 2,4 Mio. Euro die Gemeinde.

Im Vorfeld musste der Zugang zur Arztpraxis verlegt werden, da der vormalige Weg mitten durch das Baufeld verlief. Die Patienten können bis zum Ende der Bauarbeiten um die Mehrzweckhalle herum auf einer eigens gebauten Rampe barrierefrei in die Praxis gehen. Nach dem Bau wird die Praxis mit einer eigens gebauten neuen Zufahrt direkt erschlossen.

Am Montag, den 8. April, Punkt 12 Uhr fand der Spatenstich vor der Baustelle und in der ausgehobenen Baugrube statt. Alle zu erhaltenden größeren Bäume waren bereits mit Baumschutzmaßnahmen geschützt. Die im Vorfeld ausgehoben Baugrube bot allen Gästen reichlich Platz.

Der Festakt begann mit einem extra einstudierten Spatenstich-Lied der Schüler, das die Vorfreude auf das neue Schulhaus eindeutig ausdrückt. „So etwas Tolles, Süßes wie das Lied der Schulkinder haben wir noch nie bei einem Spatenstich erlebt“, war von Seiten der Baufirma zu hören. Danach sprachen die Rektorin der Schule, Frau Thannhäuser und die Schulrätin Frau Schichtl. In beiden Ansprachen wurde klar, dass der Bau überörtlich große Beachtung findet, und gut zur wahrscheinlich kleinsten MODUS-Grundschule (die Auszeichnung wurde letztes Jahr verliehen) im Regierungsbezirk passt.

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Schulrätin Schichtl wendet sich beim Spatenstich an die Schulkinder. Foto: S.Th.Mulders

In einer folgenden Ansprache verwies der Architekt Gutthann stellvertretend für alle Planer auf die derzeitige Lage im Bauwesen (konjunkturelle Überhitzung mit Hochpreisphase, wenig Firmen verfügbar), und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Bau im geplanten Zeit- und Kosten-Rahmen erstellt werden kann.

Bürgermeister Dr. Bausenwein stellte die Rahmenbedingungen klar, unter welchen die Gemeinde die Planungsentscheidungen zu treffen hatte. Neben den Anforderungen eines modernen Unterrichts muss die Ganztagsschule den sozialen Anforderungen der Eltern genügen. Diese brauchen und nutzen bereits heute zum überwiegenden Teil die mittägliche und nachmittägliche Betreuung. Die Ganztagsräumlichkeiten können überdies zukünftig auch außerschulischen Zwecken zur Verfügung stehen. Damit wird die Schule zum sozialen Raum, der gesellschaftliche Anforderungen in der Gemeinde erfüllt und damit für alle Bürger Bedeutung gewinnt. Eine zukunftsfähige Gemeinde braucht eine gut ausgestattete, funktionierende Ganztagsschule. Nur mit dem Versprechen der Erweiterung der Schule wurde der Ganztagsbetrieb vor zwei Jahren genehmigt. Ohne Ganztagsschule keine nachhaltige Schule, und ohne Schule keine Gemeindeentwicklung, das sei die Grundlage.

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Die anwesenden Gemeinderäte und Gemeinderätinnen mit dem Bürgermeister beim symbolischen Spatenstich.  Foto: S.Th.Mulders

Zum Thema Gemeindeentwicklung verwies der Bürgermeister auch auf andere laufende Projekte, wie das Baugebiet und den Rathausbau. Auch hier setze man in Hagelstadt auf Qualität statt Quantität. So stehe der Schulbau (der zu Beginn der 20er Jahre fertig wird) im Spannungsfeld genau zwischen der modernen Kirche mit eigener klarer Formensprache aus den frühen 70er Jahren und der ländlich gehaltenen Mehrzweckhalle, die zu Beginn der 80er Jahre aus einem Architekturwettbewerb entstand. Insgesamt konnte durch den Zukauf eines direkt an Schule und Arzt-Praxis angrenzenden Grundstücks die Schulwiese erhalten werden und so eine räumlich ländliche Großzügigkeit erhalten bleiben. Alle Sprecher wünschten dem Bau einen unfallfreien guten Verlauf.

Anschließend lud die Gemeinde zu einem kleinen Umtrunk und einer kleinen Brotzeit ein.


Ihr
BB signature
Dr. Bernhard Bausenwein
1. Bürgermeister